Befähigungskurs für die ehrenamtliche Mitarbeit

Zur Ausbildung für die ehrenamtliche Mitarbeit beim Ambulanten Palliativ- und HospizDienst bieten wir Interessierten jährlich einen Befähigungskurs an, der ca. zehn Monate dauert.

Der Kurs 2018 läuft noch bis zum Herbst.

Interessierte für den Kurs 2019 haben ab sofort die Möglichkeit, sich hier in die Liste der Interessierten einzutragen oder ihre Kontaktdaten bei uns im Büro zu hinterlassen. Sie bekommen dann auf Wunsch Informationen zugesandt und erhalten im Herbst diesen Jahres automatisch die Einladung zum Informationsabend, der im Oktober stattfinden wird.

Fragen zur ehrenamtlichen Mitarbeit und insbesondere zum Befähigungskurs beantworten Ihnen gern Heike Metje und Sandra Deike, Telefon: 0511 - 909 27 7700.

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Zum Konzept des Kurses gehört ein stark selbsterfahrungsorientiertes Lernen in der Gruppe. Ein klarer Blick auf die eigene Person mit ihren Fähigkeiten und Begrenzungen hilft, sensibler zu werden für den Kontakt mit einem Gegenüber. Ein wesentliches Ziel ist das Einüben einer hilfreichen Haltung des Begleitens, der einfühlsamen Gesprächsführung und der Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit (Grundkurs).

In der Praktikumsphase übernehmen die Teilnehmenden erste eigenständige Begleitungen, reflektieren sie in der Gruppe und haben in einem Trauerseminar Gelegenheit, eigene unbearbeitete Erlebnisse des Verlustes unter professioneller Anleitung zu reflektieren.

Im 3. Teil des Kurses, dem Vertiefungskurs, liegt der Schwerpunkt auf dem Erarbeiten einer eigenen spirituellen Haltung in der Sterbebegleitung, im Kennenlernen christlicher Rituale und Zeichen - am eigenen Leib wird erfahren, wie sie wirken.

Teilnehmen können Menschen, die

  • fähig zur Selbstreflexion sind,
  • offen sind für spirituelle Fragen,
  • anderen, „fremden“ Lebensentwürfen offen und mit Respekt begegnen,
  • die fähig sind, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren
  • und die in einer Gruppe mitarbeiten können.

Verpflichtend sind vor Kursbeginn:

  • die Teilnahme am Informationsabend,
  • das Ausfüllen eines persönlichen Fragebogens,
  • ein Auswahlgespräch.

Nach Beenden des Kurses entscheiden die Teilnehmer*innen gemeinsam mit den Kursleiter*innen, ob sie sich zu einer Mitarbeit entschließen und verpflichten wollen. Sie bekommen dann einen Platz in einer der ständigen Begleitgruppen, die sich in 4 - wöchigem Rhythmus treffen. Mit deren Unterstützung können die Ehrenamtlichen den Herausforderungen der Begleitungen angemessen begegnen und sich selbst entlasten. Es ist uns wichtig, in den Gruppen eine gute Gemeinschaft zu pflegen, sodass sich unsere Mitarbeiter*innen aufgehoben, gestärkt und wertgeschätzt fühlen. Außerdem stehen die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen jederzeit für Gespräche und Beratung zur Verfügung.

Kosten:

Der Eigenbeitrag der Teilnehmer*innen zum Kurs beträgt 155,- €. Ermäßigungen und Ratenzahlung sind in Einzelfällen möglich.
Zukünftige Ehrenamtliche verpflichten sich, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung mindestens ein Jahr ehrenamtlich beim APHD tätig zu sein. Andererseits behält sich der APHD eine Rückforderung des subventionierten Teils der Kursgebühren (entspricht 150,-€) vor.