Das ökumenische Projekt „Kirche in der Sterbebegleitung“

– Kirche ist für sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen da

Es ist erst ca. 50 Jahre her, da war es noch eine Selbstverständlichkeit, dass Familien, in denen jemand schwerkrank oder sterbend war, ihre Kirchengemeinde um Unterstützung baten: Gemeindeschwestern und auch der Pastor kümmerten sich dann. Nach langen Jahren des Verlagerns des Sterbens ins Krankenhaus, kommen nun die schwerst- und todkranken Menschen zunehmend wieder für die letzte Lebenszeit und für das Sterben nach Hause – eine Chance für die Kirche, ihren Platz und ihre Bedeutung in der Gesundheitssorge, die sie weitestgehend verloren hat, wieder zu besetzen.
Mit dieser Intention haben der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst der Diakoniestationen (APHD) und verschiedene hannoversche Kirchengemeinden eine engere Zusammenarbeit begonnen.


Das Projekt „Kirche in der Sterbebegleitung“ hat zum Ziel, die Vernetzung von evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und der ambulanten professionellen sowie ehrenamtlichen Versorgung Sterbender und ihrer Angehörigen insbesondere im Bereich der Seelsorge und der Begleitung durch ehrenamtliche Mitarbeiter/innen zu fördern.

Das heißt,

  • das Wissen in der Bevölkerung zu erneuern, dass Kirche auch für Sterbende und ihre Familien da ist und Angebote vorhält,
  • insbesondere das Angebot seelsorgerlicher Begleitung auch im häuslichen Bereich (die Krankenhausseelsorge ist ja bereits sehr gut verwurzelt) bekannt zu machen und zu stärken,
  • Strukturen zu schaffen, die das Angebot seelsorglicher Begleitung sicherstellen,
  • neue ehrenamtliche Mitarbeiter/innen für die hospizliche Arbeit in den jeweiligen Stadtteilen zu gewinnen,
  • die in den Stadtteilen lebenden ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen des APHD in die regionale Arbeit mit den Gemeinden stärker einzubinden und der ehrenamtlichen Tätigkeit damit ein Gesicht zu geben (Dezentralisierung, Bürgernähe),
  • Anbieter von hospizlichen, palliativen, pflegerischen und seelsorglichen Angeboten zu vernetzen.


Die Öffentlichkeit wird in erster Linie mit der Durchführung von Veranstaltungen (Vorträgen, kulturelle Veranstaltungen, Hospizgottesdienste, Informationsstände, Seminare) erreicht. Vorzugsweise werden regionale Referenten, Künstler und Gruppen um Mitwirkung gebeten.
Außerdem gibt es jeweils eine Stadtteilgruppe aus den Ehrenamtlichen des APHD, die in der entsprechenden Region ansässig sind und den hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der jeweiligen Gemeinden. Diese Gruppe dient der praktischen Vernetzung durch gemeinsame Veranstaltungsplanung, Fortbildungen und Absprachen.
Eine Übersicht über die aktuellen Veranstaltungen in den Regionen erhalten Sie auf unseren Terminseiten.

Derzeitige Regionalgruppen

Folgende Regionen sind zurzeit Partner des APHD im Projekt „Kirche in der Sterbebegleitung“

Linden / Limmer

Südstadt