Ehrenamtliche Mitarbeit

Wer im Ambulanten Palliativ- und HospizDienst ehrenamtlich mitarbeitet ist bereit, etwas von sich zu verschenken. In erster Linie ist es Zeit, eigene Lebenszeit, die Ehrenamtliche Schwerkranken, Sterbenden und deren Angehörigen zur Verfügung stellen. Unsere Mitarbeiterinnen stellen sich mit ihren besonderen Fähigkeiten und dem erworbenen Wissen zur Verfügung, um achtsam und präsent die Aufgabe von Wegbegleiterinnen zu erfüllen. Sie sind bereit, sich immer wieder neu auf den offenen Prozess des Begleitens einzulassen, in dem nicht sie die Richtung und das Tempo bestimmen, sondern die Kranken und ihre Angehörigen.

Um im Ambulanten Palliativ-und HospizDienst ehrenamtlich mitzuarbeiten, bedarf es keiner besonderen beruflichen Qualifizierung, wohl aber der Bereitschaft zu Mitgefühl und Zuwendung im Umgang mit Menschen und der Fähigkeit zu verantwortlichem und mitmenschlichem Verhalten.

Gewinn durch Ehrenamt
Zur Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit im Ambulanten Palliativ- und HospizDienst nehmen die am Ehrenamt Interessierten an einem intensiven Befähigungskurs teil, der ca. zehn Monate dauert (siehe Vorbereitung ). Viele Ehrenamtliche beschreiben die intensive Auseinandersetzung mit Themen des Seins und Vergehens in der Kursgruppe als ein Geschenk für ihr ganzes Leben.

Hier ein paar Stimmen unserer ehrenamtlich Mitarbeitenden:

"Manche Angehörigen hatten seit Monaten keine Pause und sind total unter Druck. Gut, dass ich Zeit habe, sie durch mein Da-Sein zu entlasten".

"Es ist schön, in den Begleitungen auch Menschen zu begegnen, die ich sonst nie kennengelernt hätte".

"Das Vertrauen, das mir von Sterbenden an der Grenze ihres Lebens entgegen gebracht wird, ist ein Geschenk".

Nach dem Kurs wird jede ehrenamtliche Mitarbeiterin / jeder ehrenamtliche Mitarbeiter Mitglied einer Begleitgruppe, die sich im 4-wöchigem Rhythmus trifft. Mit deren Unterstützung können die Ehrenamtlichen den Herausforderungen der Begleitungen angemessen begegnen und sich selbst entlasten. Es ist uns wichtig, in den Gruppen eine gute Gemeinschaft zu pflegen, sodass sich unsere Mitarbeiterinnen aufgehoben, gestärkt und wertgeschätzt fühlen. Außerdem stehen hauptamtliche Mitarbeiterinnen jederzeit für Gespräche und Beratung zur Verfügung.

Thematische Fortbildungen (die Körper, Seele, Verstand und Geist berücksichtigen), Einkehrtage, ein Neujahrstreffen  und ein jährlich stattfindender Tagesausflug runden die Angebote für die Mitarbeiterinnen ab.
Über die Begleitung Kranker hinaus bieten wir den Ehrenamtlichen an, ihre Fähigkeiten und Talente einzusetzen – sei es durch die Gestaltung von Fortbildungen, bei der Mitarbeit im Förderverein, in der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten u.ä.. Vorschläge und Ideen aus den Reihen der Ehrenamtlichen sind willkommen und stellen eine Bereicherung für den Ambulanten Palliativ- und HospizDienst dar. Beim vierteljährlich stattfindenden Gruppensprechertreffen sprechen Vertreterinnen der ehrenamtlichen und hauptamtliche Mitarbeiterinnen gemeinsam über Konzepte, Visionen und Zielrichtungen. Ein guter Informationsfluss zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen ist uns wichtig.

Versicherungen
Alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sind haftpflicht-, unfall- sowie durch die Berufsgenossenschaft versichert.

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